Theory

What is our conceptual framework?

Institutional rules create commitment

RegelWerk focuses on the institutional framework conditions of the degree program, as defined by admission criteria and the rules of the study and examination regulations. Within the framework of extensive university autonomy in Germany, universities can control the binding nature of the degree program by designing the regulations (Hönnige et al., 2024). Commitment can go in two directions: on the one hand, the university makes binding offers to students; on the other hand, it requires commitment from students in terms of their study progress and success. A high degree of state and university regulation with regard to examinations and counseling, e.g., regulations in the form of obligations, goes hand in hand with a high level of commitment on the part of students, while a low level of commitment is associated with greater student autonomy, e.g., regulations in the form of options.

Examination and consultation rules in different study phases

To date, there has been little literature on the effects of examination and advisory rules (Döbler, 2019; Gaens, 2018; Magner et al., 2023) and systematizing such rules (cf. Hönnige et al., 2024; international comparison: Poier, 2020). Nevertheless, these studies already suggest that binding admission, study, and examination rules can have a positive influence on academic success (Bauer, 2020; Hönnige et al., 2024; Oberschelp et al., 2024).
Universities have three basic options for managing academic success: (1) Through admission criteria (Asdonk et al., 2013; Borowski et al., 2022; CHE, 2023; Haase et al., 2022). (2) Through counseling services, whether, for example, only general academic counseling is offered or specifically for groups with special counseling needs. (3) Through examination rules, for example, a minimum number of credits, number of exam attempts, and registration and withdrawal procedures for exams. Universities can control the binding nature of the regulations in particular.

In principle, rules can have an effect in five phases: (1) the admission phase, (2) the early study phase in the first year, (3) the further course of study, (4) the exit phase from study after exceeding the standard period of study, and (5) the post-study phase in further qualifying courses of study, such as master’s or doctoral programs, or in the labor market.

Greater commitment between students and universities through the agreement of rights and obligations, good supervision ratios, the promotion of independent student activities, and a vibrant community of university members are considered prerequisites for an innovative university (Poetzsch-Heffter & Wehn, 2018, p. 77). Commitment is created through transparency and reliability as well as clear requirements. Commitment should be the responsibility of both students and teachers, and it should promote social and academic integration, which is important for academic success.

Research questions

The main research questions of RegelWerk are: Which specific regulations contribute to greater commitment to studies? How does the binding nature of admission, counseling, and examination rules influence academic success?

Wie ist unser theoretischer Ansatz?

Institutionelle Rahmenbedingungen schaffen Verbindlichkeit

Der Fokus von RegelWerk liegt auf den institutionellen Rahmenbedingungen des Studiums, wie sie durch Zulassungskriterien sowie Regeln der Studien- und Prüfungsordnungen definiert werden. Im Rahmen der weitgehenden Hochschulautonomie in Deutschland können Hochschulen durch Gestaltung der Regelungen die Verbindlichkeit des Studiums steuern (Hönnige et al., 2024).

Verbindlichkeit kann in zwei Richtungen gehen: Zum einen macht die Hochschule dem Studierenden verbindliche Angebote, zum anderen verlangt sie Verbindlichkeit vom Studierenden hinsichtlich des Studienfortschritts und -erfolgs. Ein hohes Maß an staatlicher und hochschulischer Regulierung in Bezug auf Prüfungen und Beratung, z.B. Regelungen in Form von Pflichten, geht mit einer hohen Verbindlichkeit für die Studierenden einher, während eine geringe Verbindlichkeit mit einer höheren Autonomie der Studierenden, z.B. Regelungen in Form von Wahlmöglichkeiten, verbunden ist.

Prüfungs- und Beratungsregeln wirken in verschiedenen Studienphasen

Bislang beschäftigt sich nur wenig Literatur mit den Wirkungen von Prüfungs- und Beratungsregeln (Döbler, 2019; Gaens, 2018; Magner et al., 2023) und systematisiert solche Regeln (vgl. Hönnige et al., 2024; internationaler Vergleich: Poier, 2020). Dennoch deutet sich aus diesen Studien bereits an, dass verbindliche Zulassungs-, Studien- und Prüfungsregeln einen positiven Einfluss auf den Studienerfolg haben können (Bauer, 2020; Hönnige et al., 2024; Oberschelp et al., 2024).

Hochschulen haben drei grundsätzliche Möglichkeiten, den Studienerfolg zu steuern: (1) Durch Zulassungskriterien (Asdonk et al., 2013; Borowski et al., 2022; CHE, 2023; Haase et al., 2022). (2) Durch Beratungsangebote, ob z.B. nur eine allgemeine Studienberatung angeboten wird oder spezifisch für Gruppen mit besonderem Beratungsbedarf. (3) Durch Prüfungsregeln, beispielsweise eine Vorgabe von Mindestleistungspunkten, Zahl von Prüfungsversuchen und An- und Abmeldemodalitäten zu Prüfungen. Hochschulen können insbesondere die Verbindlichkeit der Regelungen steuern.

Grundsätzlich können Regeln in fünf Phasen wirken: (1) Der Zulassungsphase, (2) der frühen Studienphase im ersten Jahr, (3) dem weiteren Studienverlauf, (4) der Studienausgangsphase ab dem Überschreiten der Regelstudienzeit und (5) der Nachstudienphase in weiterqualifizierenden Studiengängen, wie Master oder Promotion, oder im Arbeitsmarkt.

Mehr Verbindlichkeit zwischen Studierenden und Hochschulen durch die Vereinbarung von Rechten und Pflichten, gute Betreuungsrelationen, die Förderung selbständiger Aktivitäten der Studierenden und eine gelebte Gemeinschaft der Universitätsmitglieder werden als Voraussetzung einer innovativen Universität angesehen (Poetzsch-Heffter & Wehn, 2018, S. 77). Verbindlichkeit wird durch Transparenz und Verlässlichkeit sowie klare Anforderungen geschaffen. Mit Verbindlichkeit soll die Verantwortung sowohl bei Studierenden wie auch bei Lehrenden liegen und es soll die für den Studienerfolg wichtige soziale und akademische Integration gefördert werden.

Forschungsfragen

Die leitenden Forschungsfragen von RegelWerk sind: Welche konkreten Regelungen tragen zu mehr Verbindlichkeit im Studium bei? Wie beeinflusst die Verbindlichkeit der Zulassungs‑, Beratungs- und Prüfungsregeln den Studienerfolg?

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